Donnerstag, 28. September 2017

Moorfeuer von Nicole Neubauer

Cover
Spannende Lektüre!

Roman, 416 Seiten
Blanvalet, Januar 2016
Genre: Krimi
ISBN:  978-3734102127
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Woher: Gewonnen bei Lea Phelina




Erster Satz

"Mama, in meinem Zimmer ist ein totes Mädchen!"


Zusammenfassung


Ein Mord wie ein Fanal, eine Frau verbrennt auf einer Art Scheiterhaufen im einsamen Freisinger Moor. Lanz zieht die Kollegen aus München zu Hilfe, Waechter und seine Truppe: Hannes, Elli und den Hüter des Schweigens. Sie geraten in uralte Geheimnisse, die bis in die 50er Jahre zurückreichen.





Persönlicher Eindruck


Die Autorin legt einen wunderbar komponierten Roman vor, der mir, wie von ihr in der Widmung gewünscht, spannende Lesestunden bereitet hat. Die einzelnen Hinweise haben sich erst zum Schluß zur Auflösung zusammengefügt, ich wusste bis zuletzt nicht, wer der Täter war oder was für ein Motiv es gab.

Die Münchner Truppe waren alle ausgearbeitete Charaktere, mit viel Tiefe und eigener Persönlichkeit. Neubauer hat die Figuren alle mit eigener Schwäche und Problemen ausgestattet, was sie menschlich wirken lässt. Waechter, der Chef der Truppe, mit seiner zugemüllten Wohnung. Hannes, der einen ganzen Haufen Probleme mit sich rumschleppt und überall aneckt. Elli, mit einigen Kilos zuviel und keinem Bedürfnis nach Kindern und der Hüter des Schweigens, dessen Manko sich aus seinem Spitznamen erklärt. Dann hat es noch Die Chefin und den Leiter der Ermittlung, Lanz, von dem aber niemand so recht etwas weiß.

Die Truppe ist gleichsam mit dem Fall wie mit sich selber beschäftigt und man fiebert richtig mit. Sie finden einen uralten Fall von (unabsichtlicher?) Kindstötung, Hexerei und Hexenbanner, Schutzzauber und Amulette. Zwischenzeitlich wurde es fast unheimlich und der Roman schien ins Paranormale abzugleiten, bevor der Krimi-Charakter wieder überhand gewann.

Zu Beginn hatte ich Probleme, in die Geschichte reinzukommen, durch die vielen Personen und durch den knappen Schreibstil mit den kurzen Sätzen. Doch dann nahm mich die Geschichte und die handelnden Personen gefangen und ich fieberte mit ihnen mit, drückte ihnen die Daumen, nahm Anteil an ihrem persönlichen Schicksal.


Lesen oder nicht?


Ein spannender Krimi, bei dem auch die menschlichen Ermittler nicht zu kurz kommen! Empfehlenswert.


3 Zitate


"Sie müssen sich wundern, warum ich nicht weine", sagte Maret.
"Ich habe schon viele trauernde Menschen gesehen, Maret. Menschen gehen unterschiedlich damit um."
"Ich kann nicht weinen."
"Sie müssen sich nicht entschuldigen." [S. 108]

Dennis folgte ihm. Seine Bewegungen waren eckig, als müsse er erst lernen, mit seinem hochaufgeschossenen Körper umzugehen. [Zufallszitat, S. 124]

Land war nicht mehr der Ort, wo das Essen herkam, es war nur noch die Abwesenheit von Stadt. [S. 216]







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